Kalender

DATUM
Mittwoch, 01.09.1976

ZEIT
Vormittag - Abend

WETTER (ca. 15°C)
Strömender Regen

Inplay

Gryffindor: 000
Hufflepuff: 000
Ravenclaw: 000
Slytherin: 000

Plotübersicht
Einschulungszeremonie in Hogwarts
Erste Schritte an der Uni

Team

The Beginning of the End » Geschichte der Zauberei » Hogwarts » Das Schloss » Erdgeschoss » Große Halle » Hufflepufftisch » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
(Benutzer im Thread aktiv: 1 Besucher)
Seiten (10): « erste ... « vorherige 8 9 [10] Neues Thema antworten
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Katniss Macmillan



Alter:
15
Wohnort:
Galway, Irland
Klasse & Haus:
5. Klasse, Hufflepuff
Blutstatus:
Halbblut
Gesinnung:
Gut
Spieler:
Rana

Charakter


zitieren editieren melden       IP       

Alec & Katniss

First Post

Erst hatten die Ferien so schön begonnen, dann waren sie ins Chaos gestürzt und jetzt auf einmal befand sich Katniss wieder in der Großen Halle, am Tisch zusammen mit allen anderen Hufflepuffs, während die Einteilung noch im vollen Gange war, aber sich so langsam aber sicher dem Ende neigte. So schlecht war das nicht, denn langsam aber sicher hatte Katniss doch Hunger, wenn auch nicht wirklich Appetit.
Sie konnte es nicht lassen, immer wieder mal zum Lehrertisch zu ihrer Schwester zu sehen, auch wenn sie Primrose natürlich nicht dauerhaft beobachtete. Zwischenzeitlich schien sie geweint zu haben, was Katniss auch wieder Tränen in die Augen getrieben hatte. Sie hasste es, sich so hilflos zu fühlen und als Helena gestorben war, hatte sie sich so hilflos gefühlt wie noch nie zuvor in ihrem Leben, immerhin hatte es absolut nichts gegeben, was sie hätte tun können, ihrer Schwester den Schmerz zu nehmen. Oder Gwendolin.

Gwendolin war inzwischen auch eingeteilt worden. Natürlich hatte Katniss die Einteilung ihrer Nichte verfolgt. Sie war nach Slytherin gekommen, was Katniss doch zunächst mit leichtem Entsetzen beobachtet hatte. Nicht dass sie was gegen Slytherins hätte, Merlin bewahre, aber sie wusste ja, wie ihre Großmutter zu Slytherins stand, und ihre Cousine Pauline stand seit ihrer Einteilung nach Slytherin schließlich alles andere als in der Gunst ihrer Großmutter. Gwendolin sollte nicht erst ihre Mutter verloren haben und dann auch noch ein schlechteres Verhältnis zu ihrer Urgroßmutter bekommen.
Aber auch in der Sache würde sie ihr nicht all zu gut helfen können, dann Katniss war wie auch ihre Schwester Primrose eher konfliktscheu. Aber sie würde andere Wege finden, um Gwendolin zu zeigen, dass sie kein schlechter Mensch war, nur weil sie in Slytherin war. So ein Blödsinn.

Ein Seufzen riss Katniss aus all ihren Gedanken und sie sah nach vorn, wo sie Alec schräg gegenüber von sich entdeckte, der ein Jahr über ihr war. Sie hatten beide zusammen zwei Jahre lang Astronomie gehabt, in ihrem ersten und ihrem dritten Schuljahr und besuchten beide den Kochkurs und den Schülergarten.
„Hey“, grüßte Katniss ihn. Er schien an einem Gespräch interessiert zu sein, immerhin hatte er sie angegrinst und zwinkerte ihr zu. Ein bisschen Ablenkung konnte außerdem nicht schaden.
„Wie fühlt es sich an, die ZAG-Prüfungen hinter sich zu haben und jetzt UTZ-Kurse belegen zu können?“, fragte sie. Alec hatte die Prüfungen schließlich am Ende des letzten Schuljahres geschrieben und kam nun in die sechste Klasse, während Katniss all diese Prüfungen noch vor sich haben würde.


03.07.2019 08:14 offline suchen homie
Daisy Whelan



Alter:
11 Jahre
Wohnort:
Belfast, Nordirland
Klasse & Haus:
1. Klasse
Blutstatus:
Halbblut
Gesinnung:
gut

Charakter
Beziehungen


zitieren editieren melden       IP       

Charlotte & Daisy

“Aberystwyth,” wiederholte Daisy langsam und vorsichtig, “Das klingt schön.” Sie hatte sich schon immer für Wörter und Namen begeistert, für Geschichten und alles, was eben damit zusammenhing, und ein solcher schöner, exotischer Name für einen Ort gefiel ihr. Sie musste unbedingt mal eine Geschichte schreiben, die in Wales spielte. Allerdings besser erst, wenn sie mal dort gewesen war, damit sie wusste, wie genau es in diesem Land aussah. Daisy nickte. “Belfast ist schon ziemlich groß. Aber es ist ja auch die Hauptstadt von Nordirland. Ich glaube, Hauptstädte sind meistens groß. London ist riesig. Die Hauptstadt von Wales ist Cardiff, oder? Warst du schonmal da?,” fragte sie. Solche Sachen gefielen ihr - fremde Länder, Reisen, Abenteuer.

“Na ja, es war schon traurig irgendwie und ein bisschen gruselig, weil ja so viele Leute gestorben sind. Aber vor allem war es unglaublich spannend. Es gab dort alle möglichen Sachen darüber, wie das Schiff gebaut wurde, aber auch, wie es an Bord zuging. Das Schiff war so unglaublich schön und luxuriös. Fast wie im Märchen. Davon hatten sie Fotos, aber ein paar Sachen haben sie auch nachgebaut. Und natürlich gab es auch Informationen darüber, wie das Schiff gesunken ist. Das war schon echt traurig. So viele Leute, die da gestorben sind. Aber es gab auch ein paar richtige Helden und ein paar Leute, die so unglaubliches Glück hatten, das ist auch eine super Geschichte,” erzählte Daisy. Sie hatte nicht angenommen, dass es so einfach war, sich mit jemandem zu unterhalten, ohne dass Peony dabei war. Normalerweise waren sie ja zusammen in neue Gruppen gekommen. Wenn überhaupt war Peony diejenige gewesen, die ohne Daisy neue Leute kennengelernt hatte, da sie ja zur Musikschule gegangen war. Daisy hatte lieber geschrieben und das tat man ja meistens alleine.

Daisy nickte. “Ja, ist es. Sehr romantisch. Manche Kinder in unserer Schule fanden es peinlich, wenn ihre Eltern… du weißt schon… was Verliebtes getan haben, aber ich fand es immer schön,” sagte sie. Charlotte klang ein bisschen so, als würde sie dergleichen von ihren Eltern nicht kennen. Ob sie sich auch immerzu stritten wie die Eltern einiger Kinder aus Daisys Grundschule? Das hätte Daisy ziemlich traurig gefunden. Aber sie wollte nicht direkt fragen, da sie sich dafür noch nicht lange genug kannten. Wenn Charlotte es ihr erzählen wollte, würde sich schon eine Gelegenheit dazu ergeben. Es musste ja nicht gleich der erste Abend sein.

Zum Glück schien Charlotte nicht enttäuscht oder beleidigt sein, weil Daisy ihren Vater nicht kannte. Daisy war erleichtert. “Für welchen Verein hat dein Vater denn gespielt? Und auf welcher Position?,” fragte sie. Sie wusste genug über Quidditch, um die Positionen, auf denen dort gespielt wurde, zu kennen.

Daisy lächelte Charlotte strahlend an. Es tat gut, sich so einig zu sein. “Hast du von den anderen Erstklässlern schon jemanden kennengelernt? Erstklässlerinnen vor allem?,” fragte sie. Sie hätte schon gerne gewusst, mit wem sie zukünftig in einer Klasse sein und insbesondere mit wem sie einen Schlafsaal teilen würde. Immerhin hatte Charlotte Melanie auch gesehen und bestätigte, dass sich Daisy den Namen richtig gemerkt hatte. Aber mehr sagte sie nicht darüber und so nickte Daisy nur. Sie wusste ja noch überhaupt nicht, was Melanie für ein Mensch war und ob sie miteinander auskommen würden.

Erneut lächelte Daisy. “Da hast du natürlich recht. Das finde ich auch sehr cool,” sagte sie. Es machte Charlotte sehr sympathisch, dass sie sich nicht für etwas Besseres hielt, nur weil sie etwas älter war. Außerdem konnte man sich großartig mit ihr unterhalten.

Daisy nickte traurig. Charlotte konnte ja auch nichts machen, was die Sache mit Peony irgendwie besser machte, aber immerhin zeigte sie Mitgefühl, was Daisy lieb von ihr fand. “Wir hatten uns so darauf gefreut, was wir hier alles zusammen machen würden,” sagte sie leise, “Und jetzt musste ich alleine hierher fahren und Peony muss auf so eine doofe Muggelschule gehen.” Wahrscheinlich war das unfair. So doof hatte die Schule, als Daisy sie mit Peony und ihren Eltern besichtigt hatte, gar nicht ausgesehen. Aber verglichen damit, gemeinsam nach Hogwarts zu gehen, konnte es dort nur schrecklich sein. Außerdem würde Peony nun eben nicht zaubern lernen.

Insgeheim war Daisy nicht ganz sicher, ob sie wollte, dass Hufflepuff ihre Familie in Hogwarts war. Auch, wenn Charlotte sagte, dass es das eben nicht sein sollte, fühlte es sich ein bisschen illoyal an, so, als sollte es Peony ersetzen. Aber andererseits war es ein schöner Gedanke, sich füreinander einzusetzen, und hatte Daisys Vater nicht die Kameradschaft in Hufflepuff gelobt? “Das hat mein Vater auch gesagt,” sagte Daisy daher nur. Sie musste über diese Frage noch nachdenken, bevor sie sich ein endgültiges Urteil bildete.


06.07.2019 13:37 offline E-Mail suchen homie
Lucy Burke
Schulsprecherin


Alter:
17 Jahre
Wohnort:
Dover, Kent, England
Klasse & Haus:
7. Klasse Hufflepuff
Blutstatus:
Halbblut
Gesinnung:
gut
Spieler:
Annika

Charakter
Beziehungen


zitieren editieren melden       IP       

Hyun-Seok & Lucy

Lucy lächelte. “Exzentrisch ist Hogwarts vermutlich in gewisser Weise. Hier gibt es eine Menge Dinge, die es nirgendwo sonst gibt und die eigentlich keinen Sinn ergeben, aber als Tradition von allen geliebt werden,” erklärte sie, “Aber teuer ist es nicht, hier zur Schule zu gehen. Schon die Gründer der Schule haben beschlossen, dass es kein Schulgeld kostet, hier unterrichtet zu werden. Schließlich sollen alle jungen Hexen und Zauberer die Chance haben, eine gute Ausbildung zu bekommen, egal, wie viel Geld ihre Eltern haben. Man bezahlt nur die Bücher und Uniform und was man sonst so an Material braucht selbst, aber dafür gibt es auch Organisationen, an die man sich wenden kann, wenn man es sich selbst nicht leisten kann.” Das war zweifellos etwas, das ihr Hoffnung gab, ihr sagte, dass Englands magische Gemeinschaft nicht so hoffnungslos ungerecht und verbohrt war, wie es manchmal den Anschein hatte.

Hyun-Seoks Entrüstung gab Lucy einen interessanten Einblick in seinen Charakter. Er musste wirklich ehrgeizig sein, wenn ihn das so aufregte. Kein Wunder, dass der Hut eine Weile gebraucht hatte, denn mit diesem Ehrgeiz hätte er beinahe auch nach Slytherin kommen können wie Vincent. Zum Glück war er das nicht. Stattdessen war er ein Hufflepuff geworden und sie konnte ein Auge auf ihn haben, aufpassen, dass er seinen beträchtlichen Drang, etwas zu werden und zu erreichen, in Bahnen lenkte, die weder ihn noch andere Menschen verletzten. “Fast dasselbe. Natürlich lernen junge Hexen und Zauberer, die einen Privatlehrer haben, in Fächern wie Geschichte und Erdkunde eher etwas über die Gesellschaft der Hexen und Zauberer als über die der Muggel. Und wahrscheinlich wird nicht ganz so viel Wert auf Naturwissenschaften gelegt, weil man ja einiges davon in der magischen Welt gar nicht braucht. Aber ansonsten ist es ziemlich das gleiche. Lesen, schreiben, rechnen, ein bisschen Geschichte und Erdkunde und Kunst… ziemlich genau das, was wir auch gelernt haben,” antwortete sie, “Also wenn überhaupt, haben die Schüler aus Zaubererfamilien vermutlich in Geschichte der Zauberei einen Vorteil. Aber das ist weder das wichtigste noch das schwerste Fach. Da lässt sich der Rückstand gut aufholen. Ich hatte in meinen ZAG-Prüfungen ein E in Geschichte und habe das Fach dann weiter belegt.” Lucy lächelte, als Hyun-Seok sie sofort nach ihren Erfahrungen an der Muggelschule fragte. “Ziemlich gut, aber nicht supergut. Das Schreiben ist mir erst ein bisschen schwer gefallen, weil ich zweisprachig groß geworden bin und manchmal Sachen verwechselt habe. Aber das habe ich dann im Laufe der ersten Schuljahre gelernt. Meine Lieblingsfächer waren aber eher Sachen wie Erdkunde und Geschichte und Gemeinschaftskunde - und Kunst und Sport, aber das mag doch jeder, oder? Mathe mochte ich nicht ganz so gerne, aber es wäre jetzt übertrieben zu sagen, dass ich es gehasst hätte. Trotzdem, ich kann nicht so besonders gut mit Zahlen. Ich habe in der dritten Klasse auch aus Neugier Arithmantik belegt, aber ich fand es sehr schwierig und hatte nicht sehr viel Spaß daran, deswegen habe ich es nach der fünften Klasse wieder abgewählt,” antwortete sie. Es war streng genommen nicht nur Neugier gewesen, sondern auch teilweise ein Versuch, sich zu beweisen und mit anderen Schülern zu konkurrieren. Eigentlich war Lucy nicht viel weniger ehrgeizig als Hyun-Seok. Aber sie war im Laufe der Jahre vernünftiger geworden und hatte begriffen, dass es nichts brachte, aufgrund des akademischen Prestiges Fächer zu belegen, die ihr überhaupt nicht lagen.

“Flämisch, weil das die Sprache unserer Mutter ist und wir bis ich sieben war in Belgien gelebt haben. Englisch, wegen unserem Dad und weil wir dann eben nach England gezogen sind. Und dann eben noch Französisch,” erklärte Lucy. Womöglich hatte sie wirklich vergessen, zu erwähnen, dass sie eben nicht nur Engländerin war, oder Hyun-Seok hatte es nicht ganz mitbekommen. Unter all den Fragen, die Hyun-Seok gerade stellte, konnte so etwas schon einmal untergehen. Aber andererseits hatte sie doch erwähnt, dass ihre Mutter in Beauxbatons zur Schule gegangen war, das taten Engländerinnen ja nicht. “Schlösser sind ohne Zweifel cooler. Vor allem Hogwarts,” sagte Lucy lächelnd, “Und nicht Pygmäen - das ist ein Stamm in Afrika und die sind glaube ich echt klein. Pyrenäen. Das ist ein Gebirge zwischen Spanien und Frankreich. Beauxbatons ist natürlich auf der französischen Seite. Aber es gehen auch Schüler aus Spanien hin.” Das Einzugsgebiet von Beauxbatons war tatsächlich ziemlich groß - neben Frankreich auch Belgien, die Niederlande und Luxemburg und dann eben Spanien und Portugal. Sie musste Vincent unbedingt einmal fragen, wie viele Schüler sie überhaupt hatten. Bestimmt war Beauxbatons mindestens so groß wie Hogwarts.

“Es gibt halt so viele Schlafsäle pro Jahrgang, wie gebraucht werden. Aber die sind eben nicht nach Häusern sortiert,” erklärte Lucy, “Und in der Großen Halle, oder wie immer es da heißt, gibt es mehrere kleine Tische, wo man eben mit seinen Freunden zusammensitzt oder so.” Sie lächelte, als Hyun-Seok ausgerechnet nach Quidditch fragte. Natürlich interessierte ihn das am meisten. “Sie spielen trotzdem Quidditch. Es gibt vier Mannschaften, die nach den vier Elementen benannt sind - Feuer, Wasser, Luft und Erde. Jedes Jahr gibt es Auswahlspiele und die Trainer der vier Mannschaften können aussuchen, welche Schüler sie in ihrem Team haben wollen. Wenn ein Schüler Angebote von mehreren Teams hat, kann er selbst entscheiden, in welches davon er will. Und die Mitschüler feuern eben das Team an, das sie wollen. Manche sind sehr loyal einem bestimmten Team gegenüber. Andere entscheiden eben danach, ob sie Freunde in einem Team haben,” berichtete sie.

“Klar gibt es die. Schwebezauber. Verlangsamungszauber. Solche Sachen,” sagte Lucy unbekümmert, “Da wird schon nichts passieren. Und selbst wenn, unsere Heiler hier sind großartig. Da sitzt man in Rekordzeit wieder auf dem Besen.” Natürlich - für sie waren diese Sachen normal, aber Hyun-Seok hatte vermutlich noch nie davon gehört. Trotz seines Ehrgeizes wirkte er nicht wie jemand, der zuhause schon einen ganzen Stapel Bücher über die Zaubererwelt gelesen hatte.

“Ich finde es eben spannend, Treiberin zu sein - Klatscher sind ganz schön gemeine Biester, es macht Spaß, sich damit anzulegen. Außerdem mag ich den Gedanken, mein Team damit sozusagen zu beschützen,” erklärte Lucy, “Und ich mag von den britischen Teams die Wimbourne Wasps am liebsten. Die sind sozusagen unsere Heimmannschaft - von den Städten mit ernstzunehmenden Teams ist Wimbourne am nächsten an Dover. Aber am meisten mag ich die Leeuwen van Gent - das heißt Löwen von Gent. Der Löwe ist das Wappentier von Gent. Da habe ich die ersten Jahre gelebt und mein erstes Quidditch-Spiel gesehen.” Sie lächelte. “Genau so machen wir es. Wenn du ein paar mal geflogen bist und ich dich auf dem Besen gesehen habe, lässt sich da mehr drüber sagen als einfach so in der Großen Halle.”

“Na klar. Spätestens morgen nach dem Unterricht stelle ich euch vor,” versprach Lucy. Es konnte nicht schaden, wenn Andrew Hyun-Seok ein wenig unter seine Fittiche nahm. Sie kannte den Fünftklässler nicht gut, aber er hatte stets einen umgänglichen und vernünftigen Eindruck auf sie gemacht.

Lucy zuckte die Schultern. “Ich weiß nicht genau. Er lernt schon gerne, jedenfalls erzählt er einem oft furchtbar gelehrtes Zeug oder irgendwelche obskuren Fakten, die er interessant findet. Aber ich glaube, manche Unterrichtsfächer interessieren ihn halt nicht genug. Oder vielleicht verbringt er einfach zu viel Zeit mit diesem Club. Selbst schlaue Leute müssen ab und zu lernen, wenn sie wirklich gute Noten haben wollen. Aber ich meine, noch wäre es ja früh genug, um in den UTZ-Prüfungen überall Os zu schreiben, wenn er will,” sagte sie. Hyun-Seok fragte gleich weiter, diesmal nach Medien in der Zaubererwelt, und Lucy berichtete: “Sowas wie Fernsehen haben wir nicht. Aber Radio gibt es schon - den magischen Rundfunk. Da arbeitet mein Dad als Moderator. Und Zeitungen haben wir auch, klar. Die bekannteste ist der Tagesprophet. Natürlich zeige ich dir gerne mal welche von meinen Fotos. Die bewegen sich und alles, also sind sie magisch - es hängt davon ab, wie man den Film entwickelt. Aber ich habe in den Ferien auch mal ausprobiert, auf Muggelart zu fotografieren. Das war auch mal ganz spannend. “Nathan ist Treiber bei den Gryffindors. Er ist schon nicht schlecht, glaube ich. Aber Hufflepuff hat den Pokal gewonnen, also sind unsere Spieler die besten,” sagte Lucy mit einem Grinsen. Ein bisschen Häuserstolz musste ja auch sein.

“Eine Liste? Nein. Vielleicht sollte ich das mal ausprobieren,” sagte Lucy lächelnd. Sie bezweifelte, dass das wirklich helfen würde, aber einen Versuch war es womöglich wert. Dann schüttelte sie jedoch den Kopf und meinte: “Fluchbrecherin? Ich denke nicht. Ich möchte was machen, wo ich anderen Leuten helfen kann. Außerdem muss man als Fluchbrecherin gut in Arithmantik und Alte Runen sein und ich habe beides schon nach der fünften Klasse abgewählt. Und so richtig supergut war ich da sowieso auch nicht. Lehrerin vielleicht schon eher. Aber ich weiß nicht so, ob ich wirklich die ganze Zeit in irgendeinem Klassenraum oder Büro hocken möchte. Und es bliebe ja immer noch die Frage, für welches Fach.” Als Hyun-Seok die “Omi” erwähnte, schaute Lucy unwillkürlich zu der alten Dame am Lehrertisch hinüber. Lucy war sicher, sie schon einmal irgendwo gesehen zu haben, aber sie kam beim besten Willen nicht drauf, wo. Das war ein wenig frustrierend. Hoffentlich würde sie sich nach der Einteilung vorstellen und das Rätsel lösen.

Das erinnerte Lucy an die Einteilung, die ja noch lief und die sie über Hyun-Seoks tausend Fragen beinahe vergessen hatte. Sie schaute gerade noch rechtzeitig nach vorn, um mitzubekommen, wie ein niedliches kleines Mädchen mit schwarzen Locken tatsächlich endlich mal wieder eine Hufflepuff wurde. Lucy klatschte begeistert. “Schau mal, Hyun-Seok, eine Klassenkameradin für dich,” sagte sie lächelnd. Wahrscheinlich wäre ein Junge Hyun-Seok lieber gewesen, aber das hieß ja nicht, dass die beiden sich nicht letztendlich trotzdem verstehen würden.

Lucy lächelte und gab keinen weiteren Kommentar ab. Sie hatte alles Wichtige gesagt. Den Rest würde Hyun-Seok wohl in den nächsten Jahren selbst herausfinden. Seine andere Frage konnte Lucy dagegen mit einem freundlichen Lächeln beantworten. “Aber selbstverständlich helfe ich dir. Komm einfach zu mir, wenn du etwas nicht verstanden hast oder üben möchtest,” sagte sie. Es fühlte sich gut an, anderen zu helfen und sie zu ermutigen. Vielleicht sollte sie doch Lehrerin werden.


06.07.2019 18:11 offline E-Mail suchen homie
Charlotte Llewellyn



Alter:
12
Wohnort:
Aberystwyth, Wales
Klasse & Haus:
2. Klasse, Hufflepuff
Blutstatus:
Halbblut
Gesinnung:
Gut
Spieler:
Rana

Charakter
Beziehungen


zitieren editieren melden       IP       

Daisy & Charlotte

Charlotte nickte. „Vor einigen Jahren“, antwortete sie. „Wir waren am Hafen und in einem Park und haben uns Cardiff Castle angesehen, bis wir dann noch nach Caerphilly gereist sind, um uns Caerphilly Castle anzusehen.“ Letzteres war natürlich eher auf Liz' Mist gewachsen gewesen, die eigentlich viel eher gehofft hatte, bei dem Ausflug nach Caerphilly ein paar Spieler der Caerphilly Catapults zu sehen, aber das hatte nicht so wirklich geklappt.

Als Daisy vom Titanic-Museum erzählte, hing Charlotte förmlich an ihren Lippen. Und offenbar waren sie sich auch einig, denn Daisy verglich das Schiff auch mit einem Märchen, so wie Charlotte es zu tun pflegte. Es musste aber auch einfach ein Traum gewesen sein, in der ersten Klasse zu reisen, wenn man einmal den dramatischen und schrecklichen Untergang außer Acht ließ.
„Ich muss es mir unbedingt mal ansehen“, meinte Charlotte, auch wenn sie glaubte, dass sie so etwas in der Richtung gerade schon einmal gesagt hatte, aber das war eben ihre Meinung. Sie musste dahin. Sie musste ihre Mum überreden, da irgendwann mal mit ihr hinzugehen.

„Ist auf jeden Fall super, wenn sich deine Eltern noch lieben.“ So etwas war eben einfach auch schon. Charlotte war zwar aktuell noch zu jung für die große Liebe, aber sie träumte schließlich auch schon von ihrem strahlenden Ritter, in den sie sich verliebte und mit dem sie bis ans Lebensende zusammen sein würde. Gemeinsam alt werden, klang schön, auch wenn Charlotte noch nicht so viel Lust darauf hatte, zu altern, immerhin war eine Prinzessin mit Falten überall im Gesicht nicht mehr so schön, obwohl es auch ältere gab, die gerade deshalb so viel Weisheit und Macht ausstrahlten.
Aber wie sich das wohl anfühlte, wenn Eltern sich heute immer noch liebten, das wusste sie beim besten Willen nicht. Woher auch? Sie war schließlich, seitdem sie zwei Jahre alt war, nur mit ihrer Mutter aufgewachsen.

„Für die Caerphilly Catapults als Jäger“, erklärte Charlotte und wusste, dass Liz vermutlich entrüstet sein würde, wenn sie wüsste, dass Charlotte jetzt nicht damit angab, dass ihr Vater berühmt für seine waghalsigen Flugmanöver war. Natürlich war Charlotte stolz auf ihn und es war auch toll, dass eine Krankenstation im Mungos nach ihm benannt worden war oder es am Ende der Quidditchsaison eine Medaille für den Spieler mit den verwegensten Spielzügen gab, die ebenfalls nach ihrem Vater benannt worden war, aber Quidditch war für Charlotte eben nicht alles.

Bedauernd schüttelte Charlotte den Kopf. „Tut mir leid, andere Schüler aus deinem Jahrgang kenne ich noch nicht.“ Etwas schade war das schon, immerhin hätte sie Daisy so sagen können, wer nett war, aber da musste Charlotte eben passen. Aber sie machte sich keine Sorgen um Daisy. Sie war doch nett und in Hufflepuff. Sicher würde sie ganz schnell Freunde finden. Vermutlich schon heute Abend im Schlafsaal.
Charlotte lächelte. Offenbar schien es Daisy etwas aufzumuntern, dass Charlotte auch älter war und trotzdem mit ihr sprach.

Allerdings konnte das den Teil mit ihrer Zwillingsschwester sicherlich nicht schönreden.
„Das glaube ich dir. Das ist echt nicht schön.“ Charlotte hatte überlegt, ob sie es als unfair bezeichnen sollte, aber im Grunde konnte auch niemand etwas dafür, wenn jemand in der Familie ein Squib war. Aber das musste echt alles andere als schön sein. Besonders aber für Peony, die als Einzige in der Familie eben keine Hexe war.
„Und vielleicht fühlt sich deine Schwester in der Muggelschule doch ganz wohl“, versuchte Charlotte weiter, sie aufzumuntern. Ihr Satz, den ihr Vater scheinbar auch schon gebracht hatte, schien nicht all zu gut zu helfen. Aber vermutlich gab es da auch nicht wirklich viel Hilfe. Aktuell wünschte Daisy sich eben noch, Peony an ihrer Seite zu haben. Vielleicht war Ablenkung die bessere Variante?


07.07.2019 11:37 offline suchen homie
Daisy Whelan



Alter:
11 Jahre
Wohnort:
Belfast, Nordirland
Klasse & Haus:
1. Klasse
Blutstatus:
Halbblut
Gesinnung:
gut

Charakter
Beziehungen


zitieren editieren melden       IP       

Charlotte & Daisy

“Cardiff Castle? Eine richtige Burg?,” fragte Daisy interessiert. Sie liebte Burgen und Schlösser, weil sie ihr so viele Ideen für fantastische Geschichten lieferten. In Hogwarts würde sie bestimmt unglaublich viele gute Ideen haben.

“Ja, das solltest du unbedingt. Es ist richtig spannend. Und dann könntest du uns besuchen. Also, nur wenn du magst,” sagte Daisy. Zuerst war sie ganz begeistert von dieser Idee, aber dann wurde sie unsicher, weil sie nicht genau wusste, ob das schon angemessen war und ob Charlotte überhaupt wollte. Ihre Freundinnen aus der Muggelschule hatten sie öfter besucht oder Daisy sie oder sie waren einfach zusammen irgendwohin gegangen. Aber diese Mädchen hatten eben auch in derselben Stadt gewohnt wie Daisy und außerdem hatten sie sich da schon länger gekannt als ein paar Minuten.

“Ja, ist es. Ich hoffe, dass ich auch mal so jemanden finde. Also, irgendwann. Nicht so bald. Wenn ich erwachsen bin und vorher ein paar spannende Sachen gemacht habe,” sagte Daisy lächelnd. Wieder hatte sie den Eindruck, dass es bei Charlotte zuhause weniger harmonisch zuging, und hätte beinahe nachgefragt. Aber ihr Vater hatte ihr mehrfach erklärt, dass so etwas unhöflich war, auch wenn man neugierig war und es eigentlich überhaupt nicht böse meinte.

Die Caerphilly Catapults kannte Daisy vom Hörensagen, sie waren schließlich ein erfolgreiches Team und das einzige wirklich gute aus Wales. Ihr Vater unterstützte allerdings die Ballycastle Bats, weil sie eben das einzige Team aus Nordirland waren, und der Rest der Familie mochte lieber Quodpot. Daisy fand, dass es nicht sehr diplomatisch gewesen wäre, Charlotte das zu sagen. “Jäger ist cool. Ich glaube, wenn ich Quidditch spielen würde, würde ich auch Jägerin sein wollen,” sagte sie stattdessen. Das war sogar vollkommen wahr. “Spielst du denn Quidditch?,” fragte sie dann. Wenn Charlottes Vater Profispieler gewesen war, wäre es ja nicht so ungewöhnlich, wenn seine Tochter auch früh damit angefangen hätte.

“Na ja, kann man nichts machen,” sagte Daisy lächelnd. Sie hatte ja gewusst, dass es eher unwahrscheinlich war, dass Charlotte schon mehrere Erstklässler kannte, aber möglich wäre es ja gewesen. “Ich werde sie schon kennenlernen,” fügte Daisy mit eher gespielter Zuversicht hinzu.

“Nein. Das ist so unglaublich unfair. Peony hat nie jemandem etwas getan. Wenn überhaupt, war ich diejenige, die etwas angestellt hat. Peony verdient es doch, hier zu sein. Mindestens so wie ich,” sagte Daisy. Sie wusste, dass es so nicht funktionierte, dass das Leben manchmal einfach verdammt unfair war und schlimme Dinge passierten, egal, was für ein großartiger Mensch man war, aber sie konnte nicht anders, als sich über diese Unfairness aufzuregen. “Na ja, die Schule war ganz schön eigentlich. Aber Peony ist da doch ganz alleine. Außerdem lernt sie jetzt nicht zaubern und sieht das Schloss nicht und… überhaupt alles,” sagte Daisy und kämpfte dabei schon wieder mit den Tränen.


07.07.2019 16:50 offline E-Mail suchen homie
Màiri NicDhòmhnaill



Alter:
13
Wohnort:
Glencoe Village
Klasse & Haus:
3. Klasse, Hufflepuff
Blutstatus:
Reinblut
Gesinnung:
auf Seite der Hauselfen!
Spieler:
Rexy

Charakter
Beziehungen


zitieren editieren melden       IP       

Seline & Màiri

„Losen – na, wer wohin kommt!“ erklärte sie – zumindest laut genug, dass eine ältere Schülerin, die ihnen gegenübersaß, sie missbilligend ansah. „Damit es nicht so lange dauert, bis wir essen kriegen…“ Seline war wohl weniger begeistert von diesem Gedanken, ließ sich dann aber von Màiris anderen Ideen mitreißen.

„Naja, aber man sieht ja doch, wie sich die Krempen bewegen, oder? Und… und man hört ja den Hut auch im Kopf, wenn er auf dir draufsitzt, also weiß ja der Schüler unter dem Zylinder, wo er hin musst, meinst du nicht?“

Im Grunde war es aber auch sinnlos, darüber zu diskutieren – sie hatten nun einmal nur den einen Sprechenden Hut und keinen Sprechenden Deerstalker. Mittlerweile waren ja auch weitere Schüler und Schülerinnen eingeteilt worden und vielleicht konnten sie dann endlich, endlich essen. Màiri seufzte. „Ich habe Hunger,“ stellte sie erneut fest, beschloss dann aber, dass sie sich wohl irgendwie ablenken sollte.

„Was hältst du denn von denen, die wir bisher so bekommen haben?“ fragte sie. Zwar waren das noch echte Kinder, erst 11 gegenüber Màiris schon sehr weisen 13 Jahren, aber vielleicht waren ja trotzdem ein paar vernünftige Leute dabei.


11.07.2019 01:01 offline E-Mail suchen homie
Satoru Maruyama
Jäger


Alter:
15
Wohnort:
Bath, England
Klasse & Haus:
5. Klasse, Hufflepuff
Blutstatus:
Halbblut
Spieler:
Rexy

Charakter
Beziehungen


zitieren editieren melden       IP       

Satoru & Molly

Satoru fühlte wie seine Wangen noch heißer wurden. Jetzt machte sich Molly auch noch Sorgen. Dabei war er ja nicht wirklich krank, jedenfalls nicht so…
„…naja, wir waren bloß…Familie besuchen… in Japan halt, aber da fängt man sich ja keine exotischen Krankheiten ein…“ murmelte er. War es die richtige Entscheidung gewesen, Molly wegen ihres Bruders zu fragen…? Aber wenn hätte er sonst fragen sollen… er kannte doch sonst niemanden, der so war…
„…findest du?“ Er fand, dass er heiser klang. Oder kieksig. Jedenfalls so, dass allzu deutlich war, dass er das aktuelle Gesprächsthema äußert unangenehm fand, obwohl er es ja selbst angeschnitten hatte. „…das sieht aber nicht jeder so, oder? Dass Jungs sich in andere J-jungs verlieben können…“ Er war immer leiser geworden, bis er kaum noch zu verstehen war. Aber er konnte einfach nicht weitersprechen, sonst hätte er es ja gleich in der Großen Halle herumposaunen können. Dabei war er sich nicht einmal sicher, ob es überhaupt etwas zum Rumposaunen gab. Vielleicht bildete er sich ja auch alles nur ein…

Molly schien das aber absolut nicht zu denken, denn sie war gleich zu der Schlussfolgerung gekommen, dass er verliebt war. Wie als Antwort darauf wurde er gleich noch röter. Irgendwann würde ihm Dampf aus den Ohren kommen, als ob er einen Anti-Erkältungstrank von Miss Pomfrey eingenommen hatte.

„W-wer…. Ich… ich kann…also… ich weiß ja gar nicht, ob ich wirklich…“ stammelte er. Es stimmte, dass er mehr lächelte, wenn er bei Hibiki war. Und er war gerne mit ihm zusammen. Und er fühlte sich ganz warm und…ein bißchen komisch, wenn sie Zeit mit einander verbrachten. Ob das Schmetterlinge im Bauch waren…?

„…ich weiß es doch nicht…“ murmelte er und fühlte sich dabei erbärmlich.


14.07.2019 01:55 offline E-Mail suchen homie
Leonie Bones



Alter:
15 Jahre
Klasse & Haus:
5. Klasse // Hufflepuff
Blutstatus:
Reinblut
Gesinnung:
Loyal und ehrlich
Spieler:
Rhia

Charakter


zitieren editieren melden       IP       

Rose & Leonie

Leonie konnte nicht anders, sie musste lächeln. Ein Teil von ihr, der sogar der größte Teil war, fand Rose‘ Idee ebenfalls aufregend. Als Spionin versteckt in einer Stadt zu leben, immer darauf achten zu müssen, wem sie sich zeigte… das klang aufregend. Okay, vielleicht auch ein wenig anstrengend. Es musste auch ziemlich mühsam sein immer eine Fassade aufrecht erhalten zu müssen um nicht entdeckt zu werden, immer verbergen zu müssen, wer man wirklich war… ähm, ja. So ähnlich wie sie es auch tat, auch wenn sich ihr Leben in Hogwarts wohl wirklich nicht mit dem gefährlichen Dasein als Spion vergleichen ließ. Dabei hatte sie auch ihre Geheimnisse. Die Bücher, die sie heimlich las, wenn niemand zusah. Die nächtlichen Streifzüge durch Hogwarts, das zu diesen Stunden teilweise fast verlassen wirkte und ihre Fantasie anregte… und ja, manchmal fragte sie sich, wie es war diese Geheimnisse mit jemandem zu teilen, der genauso dachte wie sie, der sie verstand. Jemandem wie Rose? Nein, besser, sie dachte ganz schnell an etwas anderes.

Leonie nickte, als Rose ihr erzählte, dass sie tatsächlich keinerlei magische Verwandtschaft hatte, zumindest niemanden, der Hogwarts besuchte. Sie stellte es sich schwer vor, mit elf Jahren hierher zu kommen ohne jemanden zu kennen, ohne zu wissen, was einen erwartete, in eine ganz neue Welt einzutauchen. Sie lächelte ein wenig. Im Grunde waren muggelgeborene Schüler wie Rose doch eher zu bewundern. Leonie wusste wirklich nicht, ob sie den Mut besessen hätte hierher zu kommen, wenn sie nicht ihre ältere Schwester hier gehabt hätte. „Dann konntest du niemanden, als du für das erste Jahr hierher gekommen bist?“ sprach sie ihren Gedanken laut aus, und die Bewunderung, die sie dafür empfand, war ihr anzuhören.

Rose wurde ihr ohnehin mit jeder Minuten sympathischer. Sie hatte vorher nichts gegen das jüngere Mädchen gehabt, aber ihr war nicht bewusst gewesen, wieviel sie eigentlich gemeinsam hatten. Überzeugt nickte Leonie erneut, sie teilte die Empörung der anderen Hufflepuff über die ungerechte Behandlung von Kobolden. „Ja. Im Grunde muss sich wirklich niemand wundern. Ich weiß auch nicht, warum wir andere Lebewesen nicht einfach fair behandeln können!“ ereiferte sie sich ein wenig. Sie war schließlich für soziale Gerechtigkeit. „Ich meine, wir müssen ja nicht alle beste Freunde sein, das behauptet ja keiner, aber man sollte einfach nett zu anderen sein…!“ Und ehrlich gesagt, wenn sie das alle so sehen würden, dann gäbe es diesen Krieg nicht, der sie nach wie vor mit äußerstem Unbehagen erfüllte. Um es vorsichtig auszudrücken.

Wenn nur der Umgang mit Rose immer so einfach wäre wie in ihrem gemeinsamen Gerechtigkeitssinn! Leonie wollte sich noch immer auf die Zunge beißen, dass sie gegenüber dem anderen Mädchen so herablassend geklungen hatte, so arrogant. Umso erleichterter nahm sie Rose‘ Friedensangebot zur Kenntnis und lächelte vorsichtig. „Ja, das wäre wirklich interessant“, stimmte sie zu. „In Geschichte haben wir im letzten Jahr auch nicht viel über Merlin gelernt, aber es gibt in der Bibliothek ein paar gute Biographien – und auch eine Sammlung von Zaubererlegenden über ihn. Hast du denn Muggelbücher, die uns mehr verraten können?“ ging sie direkt darauf an. Eigentlich klang die Vorstellung, mit Rose zusammen an einem Projekt über Merlin zu arbeiten, durchaus verlockend.


14.07.2019 15:06 offline E-Mail suchen homie
Seiten (10): « erste ... « vorherige 8 9 [10]  
Neues Thema antworten
Gehe zu:
The Beginning of the End » Geschichte der Zauberei » Hogwarts » Das Schloss » Erdgeschoss » Große Halle » Hufflepufftisch

Powered by Burning Board Lite 1.0.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH